FW5 Filder_Planungsgruppe Gestering I Knipping

Feuer- und Rettungswache 5 Filder

Auslober
Landeshauptstadt Stuttgart
Ort
Stuttgart
Jahr
2015
BGF
6.500 m²

Städtebau
Die städtebauliche Setzung zeigt sich als perforierter Stadtblock. Durch Höhenentwicklung, Formensprache und Ausprägung der Ecken wird eine präzise Raumbildung erzielt. Der Baukörper folgt zunächst funktionalen Anforderung der stadträumlichen Umgebung: Schallbarriere zum Wohngebiet im Nord-Westen und Süd-Osten. Die Besetzung des Grundstückes ist aus dem folgerichtigen Prinzip zweier paralleler Riegel und den inneren funktionalen Zusammenhang von Innenhof und Alarmausfahrt klar hergeleitet. Der Anforderung, zum Stadteingang hin eine markante Wirkung zu erzielen, trägt der Baukörper im besonderen Rechnung: Ein Großteil der Nutzungen ist im staßenseitigen Riegel gestapelt. Dies erlaubt ein Höhengefälle von der Sigmaringer Straße hin zur Wohnbebauung: Hoch an der Straße, niedrig hin zum Wohnen.

Organisation
Die Organisation des Gebäudes folgt der Anforderung nach einem reibungslosen Funktionsablauf. Mittels zweier Höfe sind die Bewegungen der zahlreichen Fahrzeuge auf dem Gelände geordnet. Der in der Mitte liegende Querriegel und der Straßenseitige Riegel bilden das Rückgrat des Gebäudes. Am Kreuzungspunkt der beiden Schenkel befinden sich Haupteingang, Foyer, Antrittsbereich und Haupterschließung der oberen Geschosse. Dieser Punkt, angeordnet wie die Spinne im Netz, ermöglicht kürzeste Laufwege. Dieses oberste Gebot einer jeden Feuer- oder Rettungswache ist archetypisch umgesetzt. Zum Hof zur Stichstraße orientieren sich die Fahrzeughallen Katastrophenschutz, Rettungsdienst und der Technische Dienst. Der zweite Hof ist ein reiner Feuerwehrhof mit Fahrzeughalle Feuerwehr und Höhenrettung, Werkstätten, Übungsturm und Außenlager.

Die Wettbewerbsbearbeitung erfolgte in ARGE mit KLA kiparlandschaftsarchitekten.